Jül – Jahrgangsübergreifendes Lernen

„Wege entstehen dadurch, dass man sie geht.“ (Franz Kafka)

Gemäß dem Beschluss der Schulkonferenz vom 5.3.08 wurde im Schuljahr 2008/9 an der Clemens-Brentano-Grundschule mit der Jahrgangsmischung begonnen. Die Schulkonferenz hat sich für eine Mischung der Jahrgänge 1 und 2 ausgesprochen. Inzwischen haben wir an unserer Schule 6 JüL-Klassen.

Folgende Aspekte sprechen für das jahrgangsübergreifende Lernen:

  • Jedes Kind kann seine individuellen Lernfortschritte machen, soziales Lernen wird in hohem Maße gefördert.
  • Die Selbsttätigkeit wird stark gefördert sowie die Reflexion über den individuellen Lernprozess.
  • Mit Fehlern wird konstruktiv umgangen.
  • Lernkompetenzen werden entwickelt: Lernmethoden werden eingeübt, die zunehmend selbstgesteuertes, individuelles Lernen in Anknüpfung an die Lebens- und Lernerfahrungen der Kinder ermöglichen.
  • Portfolios, Lerntagebücher, Einschätzen eigener Lernfortschritte dokumentieren die Lernentwicklung.
  • Ein verzögertes Aufrücken (§ 23, 3 Jahre Saph) ohne einen Wechsel der  Lerngruppe ist möglich.


Rollenvielfalt in der Lerngruppe

  • In der Lerngruppe entsteht eine „Geschwisterstruktur“, die besonders für Einzelkinder positiv ist. Der Rollenwechsel in der Lerngruppe führt zum Wechsel der Perspektive und des Verhaltens.
  • Jüngere Schüler haben Ansprechpartner, ältere Schüler geben ihr Wissen partnerschaftlich weiter. Sie reflektieren dabei ihre Lernerfahrungen und festigen ihre Kenntnisse.


Lernchancen

  • Die Differenz ist Motor. Sie wird weniger als Defizit bewertet, eher werden die Stärken eines jeden Schülers deutlicher wahrgenommen.
  • Die Lernmaterialien bieten ein breiteres Angebot. Sie sind vielfältiger und anspruchsvoller für die Schülerinnen und Schüler und tragen dem Aspekt der heterogenen Lernvoraussetzungen Rechnung.
  • In einigen Fächern können Schüler schon weit voranschreiten, während sie in anderen auf die Jahrgangsstufe bezogen arbeiten.