Moscheebesuch
Die Klasse 6d und die katholischen Kinder der Klasse 6b gingen am 17.05. in die älteste Berliner Moschee in Wilmersdorf. Diese Moschee wurde Anfang des 20. Jahrhunderts durch einen Verein gebaut, da Berlin zu diesem Zeitpunkt für die etwa 1400 Muslime aus 41 verschiedenen Nationen kein Gebetshaus hatte.
Mit Spendengeldern wurde die Moschee dann 1925 fertig gestellt und 1928 geweiht. Es war das Anliegen der Muslime, ihren Glauben als tolerante und dem Frieden dienende Religion zu vergegenwärtigen. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Wohnhaus des Imam zerstört und Bomben brachten die Minarette zum Einsturz und die Kuppel erhielt einen Volltreffer. Auf Initiative von sechs Frauen hin kam es zum Wiederaufbau, der seit 1993 unter Denkmalschutz stehenden Moschee.
Die Minbar, die Gebetsnische ist hier eher schlicht, das Lesepult ist zu ebener Erde und es gibt keine Kanzel, von der der Imam im Freitagsgebet zur Gemeinde spricht. Der Gebetsraum ist mit Teppichen ausgelegt, es gibt aber auch einige Sitzgelegenheiten für die gebrechlicheren Beter. Männer und Frauen beten gemeinsam in einem Raum. Es gibt keinen Extraraum für die Frauen und auch keinen Sitzschutz. Die Frauen stehen hinter den Männern beim Gebet. Fast 400 Menschen fasst die Moschee, deren Minarett aber derzeit nicht betreten werden kann.
Zum Abschluss waren wir noch in einem arabischen Restaurant und haben Falafel gegessen. Die waren echt lecker, auch wenn man das bei Kichererbsen nicht erwartet. Frischer Salat und leckere Joghurtsoße gehörte dazu. Jetzt sind alle neugierig geworden, noch weitere Moscheen zu besichtigen. Es gibt ja auch noch prächtigere Bauten, die im Glanz der orientalischen Baukunst strahlen. Und der Speiseplan kann ruhig noch mehr erweitert werden.
Frau Steinke-Dörpholz

