Evangelischer Religionsunterricht

Ein abwechslungsreiches Schuljahr 2019/20 liegt hinter uns und leider konnten wir wegen der Pandemiesituation im zweiten Schulhalbjahr nicht alles so miteinander machen, was wir uns vorgenommen hatten. Am meisten hat uns allen der persönliche Kontakt gefehlt, von dem unser gemeinsames Tun im Unterricht lebt.

1. Klassen

  • Zu Beginn des Schuljahres haben wir uns der Frage gewidmet, wo denn Gott wohnt und was wir über ihn wissen können und welche Fragen wir nicht beantworten können. Im theologisierenden Gespräch und gestaltenden Aufgaben haben wir uns eine Sprache zum Reden von Gott angeeignet.
  • In der Beschäftigung mit dem Gleichnis Jesus und den Kindern und der Wundererzählung der Heilung des blinden Bartimäus haben wir die sprachliche Bildung zur metaphorischen Sprache und der notwendigen Deutung der Geschichten eingeübt.
  • Intensiv haben wir uns mit den Festen des Kirchenjahres Advent, Erntedank, St. Martin, Nikolaus, Weihnachten und Ostern beschäftigt. Die zahlreichen Bastelarbeiten zu den Festen Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten mit den Kindergottesdienstangeboten fanden nur noch online statt.
  • Die Kirche mit ihren Merkmalen haben die Kinder als Bastelarbeit angefertigt und die Einrichtungsgegenstände in ihrer Funktion kennengelernt.
  • Die Taufe Jesu und die eigenen Taufgeschichten haben wir ausgetauscht.
  • Das Misereor-Projekt 2020 hat die Kinder in den Libanon  und die Lebenssituation von geflüchteten Kindern aus Syrien  erfahren lassen. Der geplante Kuchenverkauf ist in den Lockdown gefallen.

2.Klassen

  • Zu Beginn des Schuljahres haben wir uns mit dem Beten befasst und ein Gebetbuch gemeinsam erstellt.
  • Gottes Wunder der Schöpfung haben wir am Beispiel der Schmetterlings und der Kolibris beleuchtet und Jahreszeiten-Quadramen erstellt.
  • Von den Festen des Kirchenjahres widmeten wir uns intensiv den Nikolauslegenden  und der Weihnachtsgeschichte aus der Sicht der Hirten. Der Film „Winky“ hat uns gezeigt, wie Nikolaus für ein Kind mit chinesischen Wurzeln in den Niederlanden erfahren wird. Zum Epiphaniasfest haben die Kinder ein Lapbook angefertigt.
  • Zeit und Umwelt Jesu haben wir mit dem Buch „Benjamin und Julius“ angefangen und den Zeitreiserap gelernt: Bauer, Fischer, Römer, Synagoge, Hausbau.  Dann mussten wir leider aufhören und konnten einander nicht mehr treffen.
  • Das Misereor-Projekt 2020 hat die Kinder in den Libanon  und die Lebenssituation von geflüchteten Kindern aus Syrien  erfahren lassen. Der geplante Kuchenverkauf ist in den Lockdown gefallen.

3. Klassen

  • In Auseinandersetzung mit den eigenen Erfahrungen in der Familie haben wir uns sehr ausführlich mit den Geschichten von Jakob und Esau und Jakobs zwölf Söhnen beschäftigt. Die Kinder haben hier in zahlreichen Rollenspielen und kreativen Arbeiten sowohl die Perspektiven der biblischen Geschichten als auch die Bezüge zu ihrem eigenen Leben entwickelt. Vertrauen, Lüge und Wahrheit, Versöhnung und Bewahren wurden thematisiert. Die Kinder haben einen Zugang dazu gefunden, dass biblische Geschichten Überlieferungen mit einer über den Inhalt hinausgehenden Bedeutung sind.
  • Der Prophet Jona zeigte uns, dass Gottes Aufträge bisweilen schwer zu bewältigen sind. Er hat mit uns sehr viel Geduld und beharrt nicht auf einer Bestrafung, wenn Menschen bereit sind, untereinander gerechter zu handeln.
  • Das Misereor-Projekt 2020 hat die Kinder in den Libanon  und die Lebenssituation von geflüchteten Kindern aus Syrien  erfahren lassen. Der geplante Kuchenverkauf ist in den Lockdown gefallen.
  • Mitten im Thema Freundschaft und Freunde Jesu wurden wir ausgebremst. Im homeschooling haben die Kinder Trostbüchlein für Senioren basteln können und die Feste Ostern, Himmelfahrt und Pfingsten vertiefen können.

4. Klassen

  • Die Bedeutung der Geschichte der Befreiung aus der Sklaverei, das zweite Buch Mose, bildete einen großen Schwerpunkt der Arbeit. Musikalisch und mit Rollenspielen haben wir die Geschichte erschlossen. Die Klasse 4b hat ein Mosemusical einstudiert und in der Johann-Sebastian-Bach-Kirche aufgeführt.
  • Die Bedeutung der zehn Gebote als Regeln menschlichen Miteinanders haben wir vertieft und die Notwendigkeit von Regeln für ein friedliches gelingendes Zusammenleben der Menschen diskutiert.
  • Das Misereor-Projekt 2020 hat die Kinder in den Libanon  und die Lebenssituation von geflüchteten Kindern aus Syrien  erfahren lassen. Der geplante Kuchenverkauf ist in den Lockdown gefallen.
  • Die Klasse 4a hatte gerade das Musical „Petrus“ begonnen und der Aufführungstermin im April stand schon – doch wir konnten es nicht mehr umsetzen.

5. Klassen

  • Was ist ein guter König? Diese Frage beschäftigte uns im Zusammenhang mit den ersten Königen Israels. Ein kritisches Lesen biblischer Texte konnten die Kinder bei einer Freiarbeitskartei zu David einüben und miteinander diskutieren.
  • Die Lektüre des Buches „An der Arche um Acht“ brachte uns miteinander in ein sehr intensives Gespräch über Gott. In vielen gruppenpädagogischen Spielen konnten wir erfahren, was es braucht, wenn man zusammenhalten muss.
  • Das Misereor-Projekt 2020 hat die Kinder in den Libanon  und die Lebenssituation von geflüchteten Kindern aus Syrien  erfahren lassen. Der geplante Kuchenverkauf ist in den Lockdown gefallen.
  • Für  „Balduins Box“, einen Verein für verwaister Eltern  haben wir angefangen, Trauerkisten zu basteln und uns im Gespräch über unsere Vorstellungen zu Tod und Sterben und einem möglichen danach auszutauschen. Die Lektüre „Großvater war ein Kirschbaum“ konnten wir leider nicht beenden, weil der Lockdown dazwischen kam.

 

 

6. Klassen

  • Die Beschäftigung mit dem Apostel Paulus und den Anfängen des Christentum ließ uns reflektieren, welche Bedeutung Christsein damals und heute hat. Der religiöse Mensch bezieht Stellung auf der Seite der Schwachen. Die 6a hat ein Musical dazu gelernt und einige Lieder mit den Senioren der Johann-Sebastian-Bach-Gemeinde einstudiert. Zur Aufführung haben dann tatsächlich 12 sangesfreudige Senioren eine großartige Aufführung mit den Kindern zugunsten der Kindernothilfe hingelegt.
  • Was glauben Buddhisten eigentlich? In einer selbstständigen PC-Arbeit haben die Kinder der 6c Vorträge zu dieser Religion vorbereitet. Leider konnten sie sie nicht mehr halten.
  • Martin Luthers Leben und Wirken und seine reformatorische Erkenntnis beschäftigte uns ebenfalls mit einer digitalen Arbeit. Die 6a hatte sehr gut illustrierte Vorträge vorbereitet und teilweise gehalten. 

 

Was ist evangelischer Religionsunterricht?

Der evangelische Religionsunterricht in Berlin wird von der evangelischen Kirche verantwortet.  Es wird an Berliner und Brandenburger Schulen auf Grundlage von § 13 des Berliner und § 9 des Brandenburger Schulgesetzes angeboten. Kinder stellen die großen Fragen des Lebens: Woher kommt die Welt? Wo kommen wir hin, wenn wir tot sind? Wie sieht es im Himmel aus? Warum kann man Gott nicht sehen? Die Fragen verändern sich im Laufe ihrer Entwicklung. Was bleibt: Kinder fragen über das Gegebene, Sichtbare hinaus. Ihre Fragen sind religiöse Fragen, sie berühren Grundfragen von Religion und Glaube. Der Religionsunterricht fördert eine Grundhaltung des Staunens und Fragens.  Religiöse Bildung hat angesichts der Pluralität von Religionen und Weltanschauungen eine immer wichtiger werdende Orientierungsfunktion. Religiöse Bildung ist ein bedeutender Faktor für die Überwindung von Vorurteilen und für einen reflektierten Umgang mit religiösen und weltanschaulichen Orientierungen. Der Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt ist eine Grundaufgabe von Schule.

Was passiert im Unterricht?

Im evangelischen Religionsunterricht begegnen die Kinder Geschichten aus der Bibel und setzen diese in Bezug zu ihren eigenen Lebensfragen. Im gemeinsamen Gespräch werden die Vorstellungen miteinander ausgetauscht, kreativ bearbeitet, im Rollenspiel erlebbar und unter Einbeziehung anderer Wissenschaften kritisch hinterfragt. Die Kinder sollen befähigt werden, religiöse Inhalte und ihre Sprache zu verstehen, diese respektvoll zur Sprache zu bringen und Äußerungsformen des Religiösen in Musik, Kunst und Malerei lesen zu können. Die gegenseitige Achtung vor religiösen Vorstellungen und die Fähigkeit, sich darüber auszutauschen sind das Anliegen des Religionsunterrichts. Die Offenheit für unterschiedliche Antworten auf die existenziellen Fragen ist dabei von zentraler Bedeutung für die Standpunktbildung der Kinder.

Wer kann teilnehmen?

Der evangelische Religionsunterricht ist für alle Schülerinnen und Schüler unabhängig vom eigenen Bekenntnis oder dem ihrer Eltern offen.  Voraussetzung ist eine schriftliche Anmeldung, die bis zum 14. Lebensjahr durch die Eltern erfolgen muss.

Für die Durchführung des Unterrichts ist die Evangelische Kirche in Berlin-Brandenburg zuständig, die die Lehrkräfte ausbildet und anstellt und die Fach- und Dienstaufsicht führt. Für die Clemens-Brentano-Grundschule ist die Arbeitsstelle für Evangelischen Religionsunterricht, Hindenburgdamm 101, 12203 Berlin zuständig.

Inhaltliche Grundlage ist der Rahmenplan der Evangelischen Kirche für den evangelischen Religionsunterricht. Weitere Informationen finden Sie unter www.ru-ekbo.de .

Für Nachfragen und Gespräche steht Ihnen nach Terminabsprache Frau Dr. Steinke-Dörpholz zur Verfügung. Sie erreichen sie unter. Steinke-Doerpholz@c-brentano-grundschule.de .